Per J. Andersson: Vom Elefanten, der das Tanzen lernte

Als ich das aktuelle Buch von Per J. Andersson das erste Mal in Händen hielt, dachte ich: „Wow, was für ein schönes Cover!“

Per J. Andersson: Vom Elefanten, der das Tanzen lernte (Foto © Esther Kock)
Per J. Andersson: Vom Elefanten, der das Tanzen lernte (Foto © Esther Kock)

Ein gezeichneter Elefant mit erhobenem Kopf und Rüssel ist im Begriff leichtfüßig loszulaufen. Hübsche, orientalisch anmutende Ornamente und ein Farbton in grün-braun fügen sich harmonisch in ein wunderschönes Gesamtbild!

Das Cover und nicht zuletzt der Titel „Vom Elefanten, der das Tanzen lernte“ haben mich neugierig gemacht. „Per J. Andersson: Vom Elefanten, der das Tanzen lernte“ weiterlesen

John Strelecky: Auszeit im Café am Rande der Welt

John Strelecky und sein Buch „Das Café am Rande der Welt“ werden viele aus den internationalen Bestsellerlisten kennen. Und genauso wird es vermutlich einigen Menschen mit dem Buch „The Big Five for Life: Was wirklich zählt im Leben“ gehen. Es  stammt vom selben Autor. Vor wenigen Tagen erschienen ist sein neues Buch „Auszeit im Café am Rande der Welt“ – der dritte Teil der Café-Bücher.

John Strelecky, Auszeit im Café am Rande der Welt
John Strelecky, Auszeit im Café am Rande der Welt

Worum geht es im Buch?

Der Protagonist John war bereits zwei Mal in seinem Leben im „Café am Rande der Welt“. Beide Male hat dies seinen Lebensweg nachhaltig beeinflusst und ihm neue Perspektiven eröffnet.

Zehn Jahre ist sein letzter Besuch inzwischen her. Er hat die 50 überschritten. In seinem Leben ist „alles in Ordnung“, wie er meint. Doch auf der Rückfahrt von einer Beerdigung hat er während eines Unwetters eine Panne. Er begegnet der fünfzehnjährigen Hannah und nimmt sie ein Stück im Auto mit.

Hannah ist ein ernster, schweigsamer und kluger Teenager. Während ihrer Irrfahrt durch das Unwetter landen die beiden überraschend beim „Café der Fragen“. John glaubt zunächst, dass der Besuch im Café nicht für ihn, sondern für Hannah bestimmt sei. Doch schnell wird ihm klar, dass der Besuch für sie beide – und nicht nur für Hannah – große Bedeutung haben wird.

John sieht sich plötzlich mit den gleichen Lebensfragen konfrontiert, wie bei seinem allerersten Besuch. Doch heute – das wird ihm bald bewusst – sind zwar die Fragen dieselben, aber die Antworten andere.

Wieder bekommt er neue Denkanstöße und Fingerzeige für sein weiteres Leben. Sie weisen ihm den Weg in eine neue Richtung, schenken ihm einen neuen Blick auf seine Lebensumstände. Denn er ist nicht mehr der junge Mann, der er bei seinem ersten Besuch war.

Manche der Menschen aus dem Café kennt er. Manche haben sich kaum, andere enorm verändert. Einer der Besucher wird für die kurze Zeit seines Aufenthalts Johns Mentor und Wegweiser. So ist John voll neuer Ideen, Zuversicht und Freude, als er das Café schließlich verlässt. Und das ist nicht die letzte Überraschung, die in dieser Geschichte auf ihn wartet.

Meine Meinung und Fazit

Das Buch ist durchgehend farbig illustriert, in einer sehr klaren Sprache  verfasst und in angenehm kurze Kapitel gegliedert. Es erinnert mich in seiner Aufmachung ein wenig an „Das Lächeln am Fuße der Leiter„. Die Illustrationen sind zwar teils recht abstrakt, aber geben dem Buch ein schönes „Gesicht“.

Die in die Geschichte eingewebten Lebens-Weisheiten sind sehr eingängig und haben mich zum Nachdenken angeregt. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich ein ähnliches Alter wie John erreicht habe.

Da ich die ersten beiden Café-Bücher nicht gelesen habe, hier der Hinweis für Neu-Leserinnen und -Leser: Das dritte Buch ist auch ohne die Vorgängerbücher verständlich. Aber sicherlich macht es mehr Freude, es im Anschluss an die ersten beiden Teile zu lesen. Nur so begegnen wir zusammen mit John dann auch „alten Bekannten“ wieder.

Mein Fazit: Eine Geschichte, die (nicht nur) denen, die sich im Lebensabschnitt 50plus befinden, erhellende Denkanstöße liefern kann.

Bibliographische Angaben und Bestellmöglichkeit

John Strelecky: Auszeit im Café am Rande der Welt
dtv Ratgeber, 160 Seiten, durchgehend farbig illustriert
ISBN 978-3-423-34964-2, Preis: 9,90 Euro [D]

Hier online bestellbar!

Markus Heitz: Doors – Vorsehung, Energija und Wächter

Markus Heitz hat mit seiner Fantasy-Thriller-Serie „Doors“ neue Wege beschritten. Schon in der ersten Staffel durften sich die Leser zwischen drei unterschiedlichen Handlungsverläufen einer Geschichte entscheiden – oder alle drei Varianten für sich entdecken. Den Auftakt dieser besonderen Erzähl-Reihe habe ich nicht gelesen.

Im August sind wieder drei Bücher als „zweite Staffel“ erschienen, die auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden können und deren Handlung in sich geschlossen ist. Von einem der drei Bücher handelt dieser Beitrag: Lohnt sich die Lektüre?

Die Bücher und ihr Inhalt

Alle drei Bücher beginnen mit dem identischen kurzen Kapitel über eine Hackerin in Frankfurt, die in Lebensgefahr gerät. Abhängig von ihrer Entscheidung am Ende des Kapitels nimmt die Handlung dann in den drei Thrillern einen unterschiedlichen Verlauf und der Leser folgt unterschiedlichen zentralen Figuren durch die Geschichte. Gelesen habe ich das Buch „Vorsehung“. „Markus Heitz: Doors – Vorsehung, Energija und Wächter“ weiterlesen

Kristin Hannah: Die Nachtigall

„Zwei Schwestern im besetzten Frankreich. Die eine kämpft für die Freiheit. Die andere für die Liebe.“

So steht es im Klappentext. Für mich passt diese Beschreibung nicht, denn beide Schwestern kämpfen sowohl für die Freiheit als auch für die Liebe, aber auch gegen das Böse. Beide auf ihre ganz eigene Art.

Kristin Hannah: Die Nachtigall
Kristin Hannah: Die Nachtigall

Das Buch und sein Inhalt

Vianne und Isabelle befinden sich in derselben Zeit in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen. Und jede der beiden Schwestern ist unglaublich mutig.

Während ich „Die Nachtigall“ gelesen habe, wurde ich traurig, wütend und war voller Mitgefühl. Ich war erschüttert, aber ich habe auch Hoffnung verspürt. So vielschichtig diese Gefühle waren, sie waren ebenso intensiv. Bei der Schilderung der Gräueltaten und Foltermethoden war ich derart tief erschüttert, dass ich eine Pause brauchte, um mich ein wenig von der Fassungslosigkeit zu erholen, die ich empfand. Ich habe das Buch also einen Moment beiseite gelegt, um es fast im selben Moment voller Hoffnung, dass alles gut wird, wieder in die Hand zu nehmen. „Kristin Hannah: Die Nachtigall“ weiterlesen

James R. Doty: Das Alphabet des Herzens

„Eine Mutmach-Geschichte, die uns lehrt, dass wir alles erreichen können, was wir uns vornehmen.“ heißt es im Klappentext. Und als dann der Autor als „weltberühmter Neurochirurg“ und „Freund des Dalai Lama“ vorgestellt wurde, war klar, dass ich dieses Buch lesen möchte. Doch ich musste schon schlucken, als ich den ersten Satz las: „Die Kopfhaut macht ein charakteristisches Geräusch, wenn man sie vom Schädel abzieht – ähnlich einem langen Klettverschluss.“ steht dort. Aber ich las weiter – und es hat sich gelohnt!

James R. Doty: Das Alphabet des Herzens
James R. Doty: Das Alphabet des Herzens

Worum geht es im Buch?

Es handelt sich bei „Das Alphabet des Herzens“ um eine Mischung aus Lebens-Ratgeber und Autobiografie. James R. Doty verbringt seine Kindheit in ärmlichen Verhältnissen, mit einem ängstlichen Bruder, einer depressiven Mutter und einem trunksüchtigen Vater, der oft wochenlang verschwindet. In der Schule ist James nicht der Beste, was aber seinem Umfeld geschuldet ist. „James R. Doty: Das Alphabet des Herzens“ weiterlesen

Kazuo Ishiguro: Alles, was wir geben mussten

Es wundert mich sehr, dass ich nicht eher auf Ishiguros Roman „Alles, was wir geben mussten“ gestoßen bin. Das Buch erschien bereits 2005 unter dem Originaltitel „Never let me go“, inzwischen ist es in deutscher Übersetzung als Taschenbuch erhältlich.

Ein „fesselndes Meisterwerk“ – so beschreibt es der Klappentext. Ich kann das nur unterstreichen und bin froh, dass ich durch einen lieben Tipp auf dieses Buch aufmerksam geworden bin.

Kazuo Ishiguro: Alles, was wir geben mussten
Kazuo Ishiguro: Alles, was wir geben mussten

Das Buch und sein Inhalt

„Kathy, Ruth und Tommy wachsen in einem Internat auf, das auf den ersten Blick wirkt wie jedes andere: ein Sportplatz, freundliche Klassenzimmer, getrennte Schlafsäle für Jungen und Mädchen. Doch die Kinder in Hailsham werden dazu erzogen, einer besonderen Bestimmung zu folgen – und sie spüren alle, dass sie keine richtige Zukunft haben.“

Viel mehr möchte ich auch gar nicht von dem Inhalt des Buchs preisgeben. Die Gefahr, zu viel zu verraten, ist einfach zu groß. Ich möchte lieber etwas über die drei Protagonisten erzählen und zwei Passagen zitieren, die mich besonders berührt haben. „Kazuo Ishiguro: Alles, was wir geben mussten“ weiterlesen

Jojo Moyes: Nächte, in denen Sturm aufzieht

Jojo Moyes‘ aktuelles Buch „Nächte, in denen Sturm aufzieht“ erzählt eine ganz besonders anrührende Geschichte. Vordergründig ist es eine einfache Liebesgeschichte. Aber genau wie wir im echten Leben Liebe erleben, verwebt Jojo Moyes in ihrem Buch verschiedene Facetten der Liebe miteinander.

Jojo Moyes: Nächte, in denen Sturm aufzieht
Jojo Moyes: Nächte, in denen Sturm aufzieht

Das Buch und sein Inhalt

Neben der langsam wachsenden Liebe zwischen Liza und Mike geht es im Buch um Mutterliebe, Geschwisterliebe und die Liebe zu den Giganten der Meere. Wenn dir Buckelwale und Delfine am Herzen liegen, ist dieses Buch genau das richtige für dich! „Jojo Moyes: Nächte, in denen Sturm aufzieht“ weiterlesen

John Flanagan: Die Chroniken von Araluen

Eine mittelalterliche Fantasiewelt mit Rittern, Königen, Prinzessinnen, wilden Wüstenvölkern, geheimnisumwobenen Waldläufern, barbarischen Kriegervölkern, Intrigen, Verbrechen, Liebe und Freundschaft. Nicht nur aus diesen Elementen hat Autor John Flanagan seine inzwischen dreizehn Bände zählende, sehr erfolgreiche Reihe „Die Chroniken von Araluen“ erschaffen.

John Flanagan, Die Chroniken von Araluen: Königreich in Gefahr
John Flanagan, Die Chroniken von Araluen: Königreich in Gefahr

Sympathische, menschliche Charaktere und fantasievolle Abenteuer in leicht lesbarer Verpackung machen den Erfolg dieser Bücher aus. Die geheimnisvollen Waldläufer, die fast wie eine Mischung aus Robin Hood und Ninjas anmuten, ihre Eigenart, sich mit ihren speziell trainierten Pferden zu unterhalten, das Durchscheinen unserer Welt in dieser Fantasiewelt – es macht einfach Freude, sich in diesen Geschichten zu verlieren, einzutauchen in die Abenteuer, mitzufiebern und erleichtert wieder daraus aufzutauchen. „John Flanagan: Die Chroniken von Araluen“ weiterlesen

Daniel H. Wilson: Die Dynastie der Maschinen

Den Titel „Die Dynastie der Maschinen“ könnte auch ein Sachbuch tragen, bei dem es um die technologische Entwicklung und die Veränderung der Arbeitswelt geht. Aber der Roman von Daniel H. Wilson hat ein anderes Thema, das durchaus spannend zu werden verspricht. Warum ich trotzdem nicht restlos begeistert bin, erfährst du in meiner heutigen Buchvorstellung.

Daniel H. Wilson, Die Dynastie der Maschinen
Daniel H. Wilson, Die Dynastie der Maschinen

Das Buch und sein Inhalt

Die „Awtomat“ sind eine Gruppe uralter, menschenähnlicher Roboter, die seit Jahrtausenden unerkannt unter den Menschen leben und deren Schicksal beeinflussen. Doch die Zeit dieser Maschinenwesen geht ihrem Ende entgegen. Sie haben sich in zwei verfeindete Gruppen aufgespalten, die von zwei sehr mächtigen Awtomat angeführt werden. Doch einige wenige von Ihnen haben Mitgefühl mit den „Kurzlebigen“, wie sie die Menschen nennen, und suchen sogar deren Hilfe. „Daniel H. Wilson: Die Dynastie der Maschinen“ weiterlesen

Mathieu Vidard: Science to go

In der Sachbuch-Reihe des dtv-Verlags ist das Buch „Science to go – Merkwürdiges aus der Welt der Wissenschaft“ von Mathieu Vidard erschienen. Das Original erschien bereits 2016 im französischen Original.

Ungefähr in der Größe eines Taschenbuchs, aber mit festen Kartondeckeln stabil wie eine Kladde, liegt das Buch nicht so richtig geschmeidig in der Hand. Auch die spitzen Ecken der Buchdeckel wollen mir nicht so richtig gut gefallen:

Mathieu Vidard: Science to go
Mathieu Vidard: Science to go

Aber es geht ja nicht nur um die Äußerlichkeiten – also schlagen wir das Buch auf und werfen einen Blick hinein. „Mathieu Vidard: Science to go“ weiterlesen