John Strelecky: Auszeit im Café am Rande der Welt

John Strelecky und sein Buch „Das Café am Rande der Welt“ werden viele aus den internationalen Bestsellerlisten kennen. Und genauso wird es vermutlich einigen Menschen mit dem Buch „The Big Five for Life: Was wirklich zählt im Leben“ gehen. Es  stammt vom selben Autor. Vor wenigen Tagen erschienen ist sein neues Buch „Auszeit im Café am Rande der Welt“ – der dritte Teil der Café-Bücher.

John Strelecky, Auszeit im Café am Rande der Welt
John Strelecky, Auszeit im Café am Rande der Welt

Worum geht es im Buch?

Der Protagonist John war bereits zwei Mal in seinem Leben im „Café am Rande der Welt“. Beide Male hat dies seinen Lebensweg nachhaltig beeinflusst und ihm neue Perspektiven eröffnet.

Zehn Jahre ist sein letzter Besuch inzwischen her. Er hat die 50 überschritten. In seinem Leben ist „alles in Ordnung“, wie er meint. Doch auf der Rückfahrt von einer Beerdigung hat er während eines Unwetters eine Panne. Er begegnet der fünfzehnjährigen Hannah und nimmt sie ein Stück im Auto mit.

Hannah ist ein ernster, schweigsamer und kluger Teenager. Während ihrer Irrfahrt durch das Unwetter landen die beiden überraschend beim „Café der Fragen“. John glaubt zunächst, dass der Besuch im Café nicht für ihn, sondern für Hannah bestimmt sei. Doch schnell wird ihm klar, dass der Besuch für sie beide – und nicht nur für Hannah – große Bedeutung haben wird.

John sieht sich plötzlich mit den gleichen Lebensfragen konfrontiert, wie bei seinem allerersten Besuch. Doch heute – das wird ihm bald bewusst – sind zwar die Fragen dieselben, aber die Antworten andere.

Wieder bekommt er neue Denkanstöße und Fingerzeige für sein weiteres Leben. Sie weisen ihm den Weg in eine neue Richtung, schenken ihm einen neuen Blick auf seine Lebensumstände. Denn er ist nicht mehr der junge Mann, der er bei seinem ersten Besuch war.

Manche der Menschen aus dem Café kennt er. Manche haben sich kaum, andere enorm verändert. Einer der Besucher wird für die kurze Zeit seines Aufenthalts Johns Mentor und Wegweiser. So ist John voll neuer Ideen, Zuversicht und Freude, als er das Café schließlich verlässt. Und das ist nicht die letzte Überraschung, die in dieser Geschichte auf ihn wartet.

Meine Meinung und Fazit

Das Buch ist durchgehend farbig illustriert, in einer sehr klaren Sprache  verfasst und in angenehm kurze Kapitel gegliedert. Es erinnert mich in seiner Aufmachung ein wenig an „Das Lächeln am Fuße der Leiter„. Die Illustrationen sind zwar teils recht abstrakt, aber geben dem Buch ein schönes „Gesicht“.

Die in die Geschichte eingewebten Lebens-Weisheiten sind sehr eingängig und haben mich zum Nachdenken angeregt. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich ein ähnliches Alter wie John erreicht habe.

Da ich die ersten beiden Café-Bücher nicht gelesen habe, hier der Hinweis für Neu-Leserinnen und -Leser: Das dritte Buch ist auch ohne die Vorgängerbücher verständlich. Aber sicherlich macht es mehr Freude, es im Anschluss an die ersten beiden Teile zu lesen. Nur so begegnen wir zusammen mit John dann auch „alten Bekannten“ wieder.

Mein Fazit: Eine Geschichte, die (nicht nur) denen, die sich im Lebensabschnitt 50plus befinden, erhellende Denkanstöße liefern kann.

Bibliographische Angaben und Bestellmöglichkeit

John Strelecky: Auszeit im Café am Rande der Welt
dtv Ratgeber, 160 Seiten, durchgehend farbig illustriert
ISBN 978-3-423-34964-2, Preis: 9,90 Euro [D]

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Markus Heitz: Doors – Vorsehung, Energija und Wächter

Markus Heitz hat mit seiner Fantasy-Thriller-Serie „Doors“ neue Wege beschritten. Schon in der ersten Staffel durften sich die Leser zwischen drei unterschiedlichen Handlungsverläufen einer Geschichte entscheiden – oder alle drei Varianten für sich entdecken. Den Auftakt dieser besonderen Erzähl-Reihe habe ich nicht gelesen.

Im August sind wieder drei Bücher als „zweite Staffel“ erschienen, die auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden können und deren Handlung in sich geschlossen ist. Von einem der drei Bücher handelt dieser Beitrag: Lohnt sich die Lektüre?

Die Bücher und ihr Inhalt

Alle drei Bücher beginnen mit dem identischen kurzen Kapitel über eine Hackerin in Frankfurt, die in Lebensgefahr gerät. Abhängig von ihrer Entscheidung am Ende des Kapitels nimmt die Handlung dann in den drei Thrillern einen unterschiedlichen Verlauf und der Leser folgt unterschiedlichen zentralen Figuren durch die Geschichte. Gelesen habe ich das Buch „Vorsehung“. „Markus Heitz: Doors – Vorsehung, Energija und Wächter“ weiterlesen

Jojo Moyes: Nächte, in denen Sturm aufzieht

Jojo Moyes‘ aktuelles Buch „Nächte, in denen Sturm aufzieht“ erzählt eine ganz besonders anrührende Geschichte. Vordergründig ist es eine einfache Liebesgeschichte. Aber genau wie wir im echten Leben Liebe erleben, verwebt Jojo Moyes in ihrem Buch verschiedene Facetten der Liebe miteinander.

Jojo Moyes: Nächte, in denen Sturm aufzieht
Jojo Moyes: Nächte, in denen Sturm aufzieht

Das Buch und sein Inhalt

Neben der langsam wachsenden Liebe zwischen Liza und Mike geht es im Buch um Mutterliebe, Geschwisterliebe und die Liebe zu den Giganten der Meere. Wenn dir Buckelwale und Delfine am Herzen liegen, ist dieses Buch genau das richtige für dich! „Jojo Moyes: Nächte, in denen Sturm aufzieht“ weiterlesen

Daniel H. Wilson: Die Dynastie der Maschinen

Den Titel „Die Dynastie der Maschinen“ könnte auch ein Sachbuch tragen, bei dem es um die technologische Entwicklung und die Veränderung der Arbeitswelt geht. Aber der Roman von Daniel H. Wilson hat ein anderes Thema, das durchaus spannend zu werden verspricht. Warum ich trotzdem nicht restlos begeistert bin, erfährst du in meiner heutigen Buchvorstellung.

Daniel H. Wilson, Die Dynastie der Maschinen
Daniel H. Wilson, Die Dynastie der Maschinen

Das Buch und sein Inhalt

Die „Awtomat“ sind eine Gruppe uralter, menschenähnlicher Roboter, die seit Jahrtausenden unerkannt unter den Menschen leben und deren Schicksal beeinflussen. Doch die Zeit dieser Maschinenwesen geht ihrem Ende entgegen. Sie haben sich in zwei verfeindete Gruppen aufgespalten, die von zwei sehr mächtigen Awtomat angeführt werden. Doch einige wenige von Ihnen haben Mitgefühl mit den „Kurzlebigen“, wie sie die Menschen nennen, und suchen sogar deren Hilfe. „Daniel H. Wilson: Die Dynastie der Maschinen“ weiterlesen

Maggie Stiefvater: Wie Eulen in der Nacht

Bei Maggie Stiefvater handelt es sich um eine SPIEGEL-Bestseller-Autorin, wie der Aufkleber auf ihrem Buch aus dem Knaur-Verlag betont.

Maggie Steifvater, Wie Eulen in der Nacht
Maggie Stiefvater, Wie Eulen in der Nacht

Und der Klappentext des Buchs „Wie Eulen in der Nacht“ machte mich neugierig auf diese Geschichte und die Autorin:

„Jeder träumt von einem Wunder, aber nicht jeder ist bereit dafür. Wem nur noch ein Wunder helfen kann, der findet stets seinen Weg in die Wüste Colorados und zur außergewöhnlichen Familie Soria. Doch die Wunder der Sorias sind unberechenbar und wer sie aus eigener Kraft nicht vollenden kann, zahlt einen hohen Preis. Auch Daniel Soria bewirkt diese Wunder mit der Ernsthaftigkeit und Hingabe, die es braucht. Doch dann bricht er die wichtigste Regel seiner Familie: Er mischt sich in ein Wunder ein. Dadurch entfesselt er eine Magie, die seinen Tod bedeuten könnte.“

„Maggie Stiefvater: Wie Eulen in der Nacht“ weiterlesen

Ajahn Brahm: Die Kuh, die weinte

Der Autor Ajahn Brahm wurde 1951 unter dem Namen Peter Betts in London geboren und studierte theoretische Physik an der Universität von Cambridge. Schon im Alter von 17 Jahren entdeckte er den Buddhismus für sich.

Bereits mit 23 Jahren entschied er sich für ein Leben als buddhistischer Mönch in Thailand. 1983 wurde er nach Australien eingeladen, wo er beim Aufbau des ersten geweihten buddhistischen Klosters in der südlichen Hemisphäre half.

Ajahn Brahm: Die Kuh, die weinte
Ajahn Brahm: Die Kuh, die weinte

Im Jahr 1985 übernahm er die Leitung des Klosters und wird noch immer für seine humorvollen und inspirierenden Vorträge geschätzt, die er mit vielen Geschichten aus dem Alltag lebensnah illustriert. „Ajahn Brahm: Die Kuh, die weinte“ weiterlesen

Jean-Paul Didierlaurent: Die Sehnsucht des Vorlesers

Eins vorweg: Das Schönste kommt zum Schluss – obwohl das Ende dieser zauberhaften kleinen Geschichte offen angelegt ist.

Jean-Paul Didierlaurent: Die Sehnsucht des Vorlesers
Jean-Paul Didierlaurent: Die Sehnsucht des Vorlesers

Worum geht es im Buch?

Jean-Paul Didierlaurent erzählt uns in „Die Sehnsucht des Vorlesers“ von literaturbegeisterten Büchernarren. Allesamt sind es „verschrobene Gestalten“, die viele, teils skurril wirkende Eigenarten in ihrem Leben entwickelt haben. Zwei davon arbeiten in einer Papierverwertungsanlage, die täglich tonnenweise Bücher verschlingt. Der Pförtner spricht bevorzugt in Reimen und zitiert aus Klassikern. Der Maschinenführer, Hauptfigur der Geschichte, rettet jeden Tag einzelne Seiten vor der endgültigen Vernichtung und hat es sich zur Gewohnheit gemacht, diese Fragmente auf der morgendlichen Bahnfahrt zur Arbeit seinen Mitreisenden laut vorzutragen. Und dann ist da noch der Arbeitskollege, der bei einem Arbeitsunfall beide Beine verlor und seitdem alle Exemplare eines ganz bestimmten Buchtitles sammelt. Warum – das wird im Laufe der Erzählung klar. „Jean-Paul Didierlaurent: Die Sehnsucht des Vorlesers“ weiterlesen

Kevin Sands: Der Blackthorn Code

Gleich mit seinem ersten Buch weiß Kevin Sands zu begeistern: „Der Blackthorn Code – Das Vermächtnis des Alchemisten“ wird von einigen Rezensenten bereits als „der Da Vinci Code für junge Leser“ bezeichnet. Und dieser Vergleich ist gar nicht verkehrt, wie ich finde.

Kevin Sands: Der Blackthorn Code - Das Vermächtnis des Alchemisten
Kevin Sands: Der Blackthorn Code – Das Vermächtnis des Alchemisten

Die Geschichte

London im Mai 1665: Christopher Rowe ist ein Waisenjunge, der das Glück hat, von einem liebevollen und bibliophilen Apotheker als Lehrling ausgesucht zu werden. Umgeben von Büchern, Pulvern und Elixieren lernt Christopher jeden Tag neue faszinierende Dinge, auch wenn das Leben in dieser Zeit für ein Kind in seiner Lage alles andere als angenehm ist. „Kevin Sands: Der Blackthorn Code“ weiterlesen